Nachbericht 2025

Zeit, dass sich was dreht

Der 22. Schwarzenbacher Ausdauertag stand im Zeichen des Wandels

""Ich hab noch versucht, sie einzuholen – aber keine Chance. Absolut irre"", resümierte ein sichtlich erschöpfter Teilnehmer im Ziel des 22. Schwarzenbacher Ausdauertags. Die Rede war von Julia Skala – Lokalmatadorin aus Rehau und die erste weibliche Gesamtsiegerin auf der Halbmarathon-Distanz in der jahrelangen Geschichte des Events mit einer Zeit von 1:24:17h.

Und auch sonst war es ein Ausdauertag, der vom Wandel geprägt war: Nach einem groß angelegten Rebranding und der Einführung neuer Social-Media-Kanäle auf Facebook und Instagram wurde bereits unterm Jahr fleißig für den 13. September geworben. Das Ergebnis: „viele neue Gesichter“ im Starterfeld - wie Moderator Roland Zeitler die Lage zusammenfasste - und insgesamt 385 Teilnehmende. Eine Zahl, die nach zwei eher schwächeren Jahren wieder an das Vor-Corona-Niveau anknüpft.

Bei allen Neuerungen blieb eine Sache jedoch gleich: der 10-km-Lauf als teilnehmerstärkste Disziplin mit insgesamt 130 Starterinnen und Startern. Erst kurz vor Anmeldeschluss überholte er damit die Anmeldezahlen des Halbmarathon, die sich mit Nachmeldungen auf 80 belief.

Sportlich profitierten die Teilnehmenden von angenehm kühleren Temperaturen, auch wenn der Wind auf den Passagen rund um den Förmitzspeicher einiges an Kraft kostete. Viele Läuferinnen und Läufer bewerteten die Bedingungen dennoch als deutlich angenehmer als im Vorjahr.

Die Sieger im Überblick

Beim Halbmarathon führte Stephan Birkenmeier das Feld der Herren an. Mit einer Zeit von 01:25:52 lag er mehr als eineinhalb Minuten hinter Julia Skala, die das Rennen bei den Frauen dominierte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Tobias Sauermann (01:27:33) und Christoph Klamert vom TV Weismain (01:27:43).
Bei den Damen konnte sich Cordula Schneider von der SGB Stadtsteinach mit 01:39:38 den zweiten Platz sichern, Karin Zohner vom ASC Marktrodach errang mit 01:44:32 den dritten Platz.

Auf den 10km kam es zu einem echten Fotofinish: Matthias Bär (39:53 min) vom TSV Saalburg e. V. holte sich vor Zacharias Lochner (39:54 min) vom Skiclub Münchberg den Gesamtsieg, während der 16-jährige Finn Brunner vom TV Konradsreuth mit einer Gesamtzeit von 40:58 min den dritten Platz belegte.
Bei den Damen gewann Maria-Theresa Grill (48:31 min), gefolgt von Veronika Grimm (49:02) von der IfL Hof und Christina Reil (49:24).

Beim 10-km-Walking/Nordic Walking setzte sich bei den Herren Stefan Netsch (1:09:34) vom NW-Team des SV Weidenberg durch, gefolgt von Alois Heinlein von der IfL Fichtelgebirge (1:12:24) und Hendrik Rohland (1:16:11),
Bei den Damen gewann Simone Schneider (1:17:10) vom TV Hallerstein, vor Carina Dünisch (1:24:21) vom Run and Bike-Team Coburg und Petra Weber (1:27:16).

Auch der Nachwuchs war stark vertreten: Beim Schülerlauf über 1,5 km sicherte sich bei den Jungs Christoph Müller (TSV 1860 Bad Staffelstein) mit einer Zeit von 3:45 min den ersten Platz, gefolgt von Felix Lang von der IfL Hof (4:26) und Joshua Grund (4:28) von der Wasserwacht. Bei den Mädchen gewann Luzi Kuske (LG Hof) in 05:06 Minuten vor Strunz, den zweiten Platz teilten sich Juna Strunz vom Skiclub Münchberg und Mirja Böhner vom TV Hallerstein (beide 05:08). Den dritten Platz belegte Lucia Munzert vom 1. FV Trogen mit 05:11 min.
Der Bambinilauf über 400 Meter wurde wie immer ohne Zeitwertung durchgeführt – aber alle kleinen Läuferinnen und Läufer kamen mit stolzen Gesichtern ins Ziel und wurden mit Urkunden und kleinen Preisen geehrt.

Als die teilnehmerstärksten Vereine konnte der Skiclub Münchberg sowie die Schwarzenbacher Wasserwacht geehrt werden.

Zwei medizinische Vorfälle musste die Wasserwacht verzeichnen, beide konnten aber durch das durchgängig präsente Sanitätsteam versorgt werden. Insgesamt verlief der Tag ohne größere Zwischenfälle.

Die Organisatoren der TSS 1851 und der LG Hallerstein-Schwarzenbach zeigten sich insgesamt sehr zufrieden. Doch nach dem Ausdauertag ist vor dem Ausdauertag: die diesjährig eingeführte Feedback-Funktion ist bereits im vollen Gange. Die Teilnehmenden können direkt Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge einreichen, um die Veranstaltung im kommenden Jahr weiter zu optimieren.

Im Namen aller Verantwortlichen geht ein herzlicher Dank an alle Helferinnen und Helfer, die Feuerwehren, die Schwarzenbacher Wasserwacht sowie an die Sponsoren, insbesondere der Sandler AG, für die langjährige Unterstützung – ohne sie wäre ein Event dieser Größenordnung nicht möglich.

Pauline Dobner